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Auf dem Muriweg - rund um Glatt

Der Muriweg – ein unbekanntes Kleinod

Kategorie:

Albvereinler auf Erkundungstour im oberen Neckartal

 

 

Für die Juniwanderung des Schwäbischen Albvereins Metzingen haben die Wanderführer Hans und Inge Bader ein weniger bekanntes Gebiet im Neckartal bei Horb ausgewählt. Manch einer wurde neugierig, weil er sich unter dem Begriff Muri nichts vorstellen konnte. Das Geheimnis wurde jedoch bereits auf der Hinfahrt im Bus geklärt. Hans Bader, wie immer ausgezeichnet vorbereitet, informierte die Wanderschar über die Verbindungen zur ehemaligen Benediktinerabtei Muri im schweizerischen Kanton Aargau. In der Nähe der Stammburg der Habsburger entstand ab 1027 das mächtige Benediktinerkloster. Die Fürstabtei erwarb Anfang des 18. Jahrhunderts am oberen Neckar mehrere Rittergüter und fügte diese zur Herrschaft Glatt zusammen, was dem kleinen reichsunmittelbaren Territorium eine wirtschaftliche Blüte bescherte. Im Zuge der Säkularisation 1802/03 musste jedoch das Kloster seinen Besitz an das Haus Hohenzollern-Sigmaringen abgeben.

 

Ausgangspunkt der Wanderung war Dettingen/Hohenzollern mit seinem 1746 erbauten Muri-Schloss. Der Weg führte zunächst über einen steilen Pfad hinauf zur Hochfläche mit dem Weiler Priorberg und der Josefkapelle, bei der eine Rast eingelegt wurde. Priorberg wurde erstmals im Jahr 790 bei einer Güterschenkung an das Kloster St. Gallen erwähnt. Weiter führte der Weg zur Domäne Oberhof mit umfassender Sicht auf die Berge der Schwäbischen Alb. Der Abstieg führte über die Allerheiligensteige nach Glatt. Das Wasserschloss Glatt ist eines der ältesten Renaissance-Schlösser Süddeutschlands. Vom Ende des 13. Jahrhunderts bis 1671 gehörte es der Herrschaft derer von Neuneck. 1706 erfolgte der Verkauf an das Kloster Muri. Jetzt wurden Schloss mit Kapelle besichtigt. Bei einer ausgiebigen Mittagsrast im Schloss-Cafe konnten sich die Wanderer wieder erholen. Im historischen Ambiente der ehemaligen Wehranlage des Wasserschlosses genoss die Gruppe die üppigen Portionen an feinen Torten und Kuchen.

 

Nach der Einkehr wurde der Rückweg nach Dettingen angetreten. Zunächst führte er durch den Schlosspark, vorbei an einer beeindruckenden Linde mit einem Umfang von mehr als 7 Metern und einem geschätzten Alter von etwa 400 Jahren. Danach führte der Weg durchs Glatt- und Neckartal, vorbei an blühenden, von Schmetterlingen umschwärmten Wildblumen, wie z.B. Acker-Glockenblume, Echtes Seifenkraut, Feinstrahl, Johanniskraut und Königskerze. Den Abschluss der Wanderung bildete die Besichtigung der spätbarocken Pfarrkirche St. Peter in Dettingen.

 

Auf der Heimreise mit dem Bus wurde zunächst ein kurzer Halt an der Ulrichskapelle in Neckarhausen eingelegt. Sie ist Teil der ehemaligen murischen Domäne; in der Vorhalle befindet sich das steinerne Muri-Wappen. Ein Kalenderbild der Ulrichskapelle gab übrigens den Anstoß zur Ausführung dieser Wanderung. Vor der Ankunft in Metzingen bedankte sich Dr. Christiane Hauber beim Ehepaar Bader für die sorgfältige Planung und gelungene Durchführung dieses erlebnisreichen Tages.

 

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