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Ausstellungsbesuch in Stuttgart

SAV-Exkursion zum Meister von Meßkirch

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Zum Auftakt des Wanderjahres 2018 unternahm die Ortsgruppe Metzingen des Schwäbischen Albvereins eine Exkursion zur Ausstellung „Der Meister von Meßkirch – Katholische Pracht in der Reformationszeit“ in der Staatsgalerie Stuttgart. Nach einer bequemen Fahrt mit der Bahn erreichte man schnell zu Fuß den Ausstellungsort, wo bei einer eindrucksvollen Führung das Werk des schwäbischen Künstlers vorgestellt wurde. Dieser schuf in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts eine Fülle von Altarbildern. Davon ist ein Großteil, der aus Museen und Privatsammlungen Europas und der USA stammt, erstmals vereint zu sehen. Der Name des Künstlers ist unbekannt. Seine Werke waren vorwiegend im Umkreis von Sigmaringen zu finden, darunter der Hochaltar der Kirche St. Martin in Meßkirch. Der zweite Teil des Ausstellungstitels bezieht sich auf den Vergleich seiner gegenreformatorischen Kunst mit Werken von Hans Baldung Grien, Lucas Cranach und Albrecht Dürer. Der Museumsführer verdeutlichte am Beispiel des Gothaer Altars mit seiner Fülle an bildlichen Darstellungen zusammen mit den dazugehörenden Texten aus der Bibel, dass nicht alle Reformatoren die Bilderstürmer unterstützten, deren Zerstörungen an zerkratzten Gesichtern auf Altarbildern zu sehen waren. Nach der Führung blieb noch genügend Zeit für ein intensives Auseinandersetzen mit dem Meister oder zur Erkundung der Staatsgalerie. Ein gemeinsames Mittagessen in der Stuttgarter Innenstadt schloss sich an.

 

Damit das Wandern nicht zu kurz kam, führte der Stuttgart-Kenner Wilhelm Mändle nach dem Mittagessen die Albvereinler noch auf die östlichen Höhen der Stadt. Mit der Straßenbahn erreichte man schnell die Villa Reitzenstein, den Amtssitz des Staatsministeriums Baden-Württemberg und des amtierenden Ministerpräsidenten. Der prächtige Bau ist zwischen 1910 und 1913 für die Baronin Helene von Reitzenstein erbaut worden und wurde damals bereits mit einer Zentralheizung ausgestattet. Die gesamten Baukosten der Villa samt Park betrugen 2,8 Millionen Goldmark; dies entspricht heute etwa 14 Millionen Euro. Nächste Station war die Aussichtsplattform am Eugensplatz, die einen prächtigen Blick auf die von der tiefstehenden Sonne beschienene Stadt im Talkessel bot. Die Teilnehmer konnten viele markante Gebäude wie Stiftskirche, Altes und Neues Schloss, Rathaus und Bahnhofsturm erkennen. Nun ging es die bekannten Stuttgarter Stäffele abwärts, vorbei am Galatea-Brunnen, einem der prachtvollsten Brunnen der Stadt. Wilhelm Mändle erzählte, dass der Bau des Brunnens von Königin Olga angeregt und von ihr durch eine hohe Spende unterstützt wurde. Wegen der spärlichen Bekleidung der Meeresnymphe erntete sie aber bei manchen Stuttgartern wenig Dank. Die verärgerte Königin Olga soll damit gedroht haben, die Figur um 180 Grad zu drehen und mit dem nackten Hinterteil zur Stadt aufzustellen. Weitere Stationen waren das Loriot-Denkmal und das Wilhelms-Palais.

 

Pünktlich erreichten die Albvereinler den Bahnhof und fuhren mit dem Eindruck, einen ereignisreichen Tag erlebt zu haben, zurück nach Metzingen. Wilhelm Mändle ist es wieder einmal gelungen, mit seinen humorvoll dargebotenen Informationen die Teilnehmer

und manchen Passanten zum Schmunzeln zu bringen.  

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