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Höhlentour

Höhlenwanderung der Familiengruppe SAV Metzingen und intressierte Höhlenfreunde

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Die Familiengruppe des Schwäbischen Albvereins und interssierte Höhlenfreunde trafen  sich am Parkplatz bei Onstmettingen. Kaum war man angekommen, kam ein Schauerguß vom Himmel. Schnell wurde den Kindern die Matschkleidung übergezogen und bis die letzten Teilnehmer ankamen, hörte es auch schon wieder auf. Harald Friedl führte die Gruppe bei Trockenheit zur Linkenbolds-Höhle, dort regnete es wieder.

Frau Schaber, Höhlenführerin vom SAV Onstmettingen, erwartete die Familiengruppe und erzählte die Geschichte und Entstehung der Höhle. Im 18. Jahrhundert wurde die Höhe entdeckt, 1876 wurde mit einem Stollen ein bequemer Eingang geschaffen und so für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Durch menschlichen Unverstand wurde die Höhle leider stark geschädigt: Tropfsteine wurden abgeschlagen und durch Lagerfeuer wurde die Höhle stark verrußt. 1975 hat der SAV Onstmettingen die Pflege der Höhle übernommen und sie wieder in einen naturgetreuen Zustand versetzt.

 

Im Winter ist die Höhle geschlossen und Fledermäuse finden ein ungestörtes Winterquartier. Endlich öffnete Frau Schaber die große Tür und die Kinder sprangen neugierig voraus: eine Höhle zu Anfassen, super! Hintereinander ging es links herum, rechts herum, mal rauf, mal runter, mal musste man den Kopf einziehen, mal den Bauch. Es gab vielfältige Sinterformen und Tropfsteine zu bestaunen. Man traf sich in den „Hallen“, wo Frau Schaber immer wieder was Interessantes zu erzählen wusste.

Kurz vor Ende der Höhle traf man sich zum letzten Mal in der kleinen Grotte, dem „Backofen“ – eine besonders schöne Sinterform. Es war ziemlich eng, jeder berührte jeden und tatsächlich bekam man ein Gefühl der Wärme. Alle waren mutig und machten ihre Taschen- und Stirnlampen aus. Regelrecht schwarz war es vor den Augen. Dazu wurde man ganz leise und man hörte nur noch das Wasser tropfen - ein spannendes Gefühl! Immer zu zweit konnte man dann das Ende der Höhle erreichen. Auf dem Rückweg zum Eingang konnte man die bizarren Schönheiten nochmal in Ruhe genießen.

 

Es ist erstaunlich und erfreulich, wie innerhalb von wenigen Jahrzehnten neue Sinterkalkschichten in leuchtenden Weiß- und Gelbtönen die alten Narben und Flecken überziehen!
Man kam trocken am Parkplatz an und die Kinder freuten sich schon auf das Grillen am Feuer. Aber gerade dann, als man das trockene Holz aus dem Auto holen wollte, setzte so ein heftiger Schauer ein, dass man sich dazu entschloss im nahe gelegenen SAV Wanderheim - dem Nägele-Haus - einzukehren. Trotz Regen war es ein wunderschöner Ausflug.

Bericht von

Bild des Benutzers Sylvia Friedl
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