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Wanderung im Herzen des Schönbuchs - rund um den Bromberg

Wanderung im Schönbuch zum Falkenkopf, Bromberg und Birkensee

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Am sonnigen Palmsonntag wanderte die Metzinger Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins im Schönbuch. Die Wanderfreudigen starteten am Kohltor in Hildrizhausen und kamen bald zum Kohlweiher, der zu beschaulicher Rast einlädt, Wasservögeln Brutplätze bietet und zugleich als Löschwasserreserve dient. Ein Stück weiter stießen die Wanderer auf eine lichte Stelle im Wald: Die Quarantänezone in der der Asiatische Laubholzbockkäfer, ein mit Verpackungsholz eingeschleppter gefürchteter Holzschädling, entdeckt und bekämpft wurde. Durch die Saufangklinge ging es entlang des Sulzbachs, auf dem vom Margaretenbrunnen und dem Lange Halden Brunnen gesäumten Weg, zum Lindachspitz, wo der Sulzbach in die Lindach mündet. Überdeutliche Spuren am Wegesrand zeigten, dass das Schwarzwild in der Saufangklinge nach wie vor heimisch ist. Auf dem Rastplatz an der Neuen Brücke wurde eine Vesperpause eingelegt und eine kleine Erfrischung gereicht.

Das Bild zeigt die frisch gestärkten Wanderer im malerischen Goldersbachtal, kurz nach dem Passieren des Gatters ins Rotwildgehege. Auf dem Diebsteig, Teil einer alten Nord-Süd-Verbindungsstraße, kam man zum Waldschutzgebiet Schonwald Diebsteig. Der Forst ersetzt hier abgestorbene Nadelbäume durch Laubbäume, um den Charakter des alten Hutewaldes, der Waldweide mit lockerem Eichen- und Buchenbewuchs wieder herzustellen. Stetig aufwärts schreitend wurde die Schutzhütte des Falkenkopfs erreicht, mit Aussicht auf den Denzenberg und den Steingart mit der Königlichen Jagdhütte. Beim weiteren Anstieg auf den Bromberg kam man zur Schindereiche und dem Dürrstein. Wanderführer Wilhelm Mändle berichtete von der Jagd im Schönbuch als höfischer Lust und schwerer Last für die Bauern. Das mit mehreren tausend Stück Rot- und Schwarzwild überbesetzte Schönbuch fraß den Bauern die Feldfrüchte von Acker und durfte nicht vertrieben werden.

Zu den Hofjagden wurden die Bauern von der Feldarbeit abgehalten und mussten dem Herzog und seinen Gästen das Wild vor die Flinten treiben. Den Wilddieben wurden beide Augen ausgestochen. Bei der Schindereiche wurden jährlich die von den Bauern zur Jagd zu stellenden Hunde begutachtet und sofern sie für untauglich befunden wurden getötet und verscharrt. Auf dem Rücken des Brombergs, dem höchsten Punkt des Schönbuchs, befindet sich mit dem Birkensee das botanisch interessanteste Gebiet im Naturpark. Auf einem Bohlenweg gelangten die Wanderer ins Zentrum des beinahe verlandeten moorartigen Sees, mit seinen für den Schönbuch seltenen Pflanzengesellschaften. Hier sieht es  aus, als hätte jemand ein Stück Finnland mitten ins Ländle verfrachtet. Die von Wanderführer Martin Weiß ausgeknobelte 11 km lange Wanderung endete am Waldparkplatz Schaichhof, wo die immer noch gut gelaunten Wandersleute vom Bus zum abschließenden Einkehrschwang abgeholt wurden.