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Wanderung zwischen zwei Bahnhöfen im Raum Stuttgart

Auf Socken durch Stuttgart - Schwäbischer Albverein Metzingen auf Tour Stuttgart 23

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Dazu lud jüngst der Metzinger Albverein ein. Zum 23. Mal machten sich Wilhelm Mändle und Frieder Feucht in die Landeshauptstadt zum Wandern auf. Schon am Bahnhof zeigte sich, dass die Veranstaltung im besten Alter alles andere als ein Auslaufmodell ist. Ganz im Gegenteil. 62 Fans folgten dem Mann mit Hut in die Bahn. Neu war nur der frühe Januar-Termin. Tatsächlich überwogen die Chancen das vermeintliche Risiko. Denn alle Teilnehmer zeigten sich gut beschuht und perfekt ausgerüstet. So nutzte man die Chance auf ein weiß verzaubertes Stuttgart. Frau Holle hatte ihre Betten rechtzeitig ausgeschüttelt, so dass die großstädtischen Panoramen ganz verträumt und wie mit einem Weichzeichner koloriert daher kamen. Und Ausblicke aus den unterschiedlichsten Perspektiven hatte man genug. Interessant war auch, dass man teilweise wie vor vier Jahren ging – nur in die entgegengesetzte Richtung. Marienplatz, die Staffel der Widerstandskämpferin Else Himmelheber, Karlshöhe, Hasenbergsteige.
 
Irgendwann setzte bei den meisten der Aha-Effekt ein, hier schon einmal gewesen zu sein. Immer wieder nordeten einen die Mändleschen Ausführungen ein. Hier eine Erläuterung, da ein spannendes Histörchen und dort eine kleine Anekdote. Man merkte, dass ein Wanderführer mit profundem Wissen und der Gabe fesselnder Erzählkunst zugange war. Ob Heslacher-Blaustrümpfler-Geschichte, Wissenswertes zum Nesenbach , Details zur Standseilbahn: Mal launig, mal ernst und immer fesselnd in wohlgewählten Worten. Nur Kilometer abspulen wollte man hier nicht. Aber ganz konnte man doch nicht davon lassen, denn es war noch ein gutes Stück Weg vom Waldfriedhof, vorbei an der Dornhalde, Schützenhaus nach Degerloch. Dort gaben sich der Blaue-Strümpfe-Weg des Albvereins und der Rote-Socken-Weg der Naturfreunde die Hand.
 
Vorbildlich angelegt und beschildert folgte man der roten Socke vom Santiago-de-Chile-Platz über Schillereiche zu einem abschließenden Höhepunkt. Unbeachtet fährt man vielfach über die Neue Weinsteige daran vorbei. Dabei hat das Teehaus im Weissenburgpark viel zu bieten. Man konnte sich gut vorstellen, dass dieses Kleinod des Jugendstils in der wärmeren Jahreszeit eine wahre Oase des gemächlichen Promenierens und des gepflegten Teegenusses war. Unbedingt wolle man hier wieder herkommen, hörte man immer wieder. Doch der Magen trieb die Wandersleute schließlich ins Tal hinab. Unisono war man sich dann auf der Bahnfahrt zur Stammheimer Beseneinkehr einig, dass Stuttgart im Winter eine echte Chance ist.