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Historie

Die OG Metzingen gehört zu den ältesten Ortsgruppen im Schwäbischen Albverein. Als unser Gründungsjahr gilt das Jahr 1889. Mit heute über 970 Mitgliedern ist die Ortsgruppe inzwischen der zweitgrößte Ortsverein des Schwäbischen Albvereins e.V.
Die im Jahr 1923 gegründete Skizunft Metzingen ist die einzige Abteilung in der Ortsgruppe mit über 500 Mitgliedern.                               
 
Schwäbischer Albverein e.V. - Metzingen
Geschichte der Ortsgruppe Metzingen
 
1888 Schon ein Jahr nach der Gründung des Schwäbischen Albvereins 1888 kam es zur Gründung der aus dem Verschönerungsverein hervorgegangenen Ortsgruppe Metzingen, die damit zu den ältesten Ortsgruppen dieses größten deutschen Mittelgebirgsvereins gehört.nWaren es zunächst Honoratioren, die als Einzelmitglieder dem Verein beitraten, vor allem auch, um „den Fremdenverkehr… zu heben“, so entwickelte der heute noch legendäre Professor Maier von der damaligen Realschule (heute würde man von Progymnasium sprechen) die ersten vereinseigenen Aktivitäten, die wenige Jahre später vom Leiter des Forstamts, Dr. Speidel, intensiviert und vor allem um Arbeiten im Wegebau und in der Wegebezeichnung erweitert wurden. Die ersten gemeinsamen Wanderungen wurden organisiert; immerhin hatte die Ortsgruppe bereits im Jahr 1896 100 Mitglieder.
 
1914 – 1948
Zur Erinnerung an den 1914 gefallenen Vertrauensmann, Kassier, Wegwart und Schriftführer Strohmeyer erstellte der Verein im Jahr 1919 eine Bank am Aufstieg zum Grünen Felsen. Noch heute ist die „Strohmeyer-Bank jedem Einheimischen ein Begriff. 1919 übernahm für die Dauer von fast 20 Jahren Gewerbeschulrat Karl Kirchenmaier das Vorstandsamt. In seine Amtszeit fielen die vom Ermsgau betriebene und von Metzinger Schülern in vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden mit geleistete Errichtung des 1923 eingeweihten Ehrenmals und Aussichtsturms auf der Hohen Warte sowie die Gründung der „Schneeschuhabteilung“ (der Skizunft) im Jahr 1923 durch junge Albvereinsmitglieder. Die damals sich entfaltende Blüte des Vereins begann in der Weltwirtschaftskrise nach 1929 zu welken, und 1933 warf der durch die NS- Rassenpolitik erzwungene Austritt des 1943 in Litauen ermordeten Metzinger Fabrikanten Adolf Herold einen dunklen Schatten auf die Vereinsgeschichte. Im „Dritten Reich“ wurde auch – ohne vorherige Information des Vorstands – die Schneeschuhabteilung aufgelöst und als Fachamt des neuen VfL Metzingen gegründet. Die Skizunftmitglieder gaben aber ihre Mitgliedschaft im Albverein nicht auf – mit ein Grund dafür, dass die Skizunft 1948 wieder beim Albverein weitermachte.
 
1938 übernahm Studienrat Mergenthaler die Leitung der Ortsgruppe und behielt diese bis zum Kriegsende. Die bis dahin schon stark reduzierte Vereinstätigkeit kam jetzt vollständig zum Erliegen, zumal die französische Besatzungsmacht erst 1948 die Wiederaufnahme der Aktivitäten erlaubte.
 
1948 – 1965
In den folgenden Jahren verdoppelte sich unter der Vorstandschaft von Hermann Fischer die Mitgliederzahl rasch auf über 600; es entstanden eine Jugend-, eine Volkstanz- und eine Singgruppe. Fotografien aus dieser Zeit zeigen die männlichen Teilnehmer an Wanderungen in Lederhosen oder Knickerbockern; die Krawatte hat als Pflichtausstattung bei Wanderungen inzwischen ausgedient. Die Wanderbewegung florierte in den Jahren nach der Währungsreform 1948; die Bahn nahm mit Wandersonderzügen diese Bewegung auf, die vom Albverein bestens organisiert wurde. War es damals das Gruppenerlebnis (mit bis zu 250 Teilnehmern!), so setzte mit der Motorisierung die individuelle Freizeitgestaltung ein, so dass vor allem in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts das Interesse an gemeinsamen Wanderungen erstmals zurückging. Damals (1965) erlosch auch erstmals die Jugendabteilung der Ortsgruppe. Aber da gab es ja die Skizunft, die in der Generalversammlung am 11.Mai 1965 offiziell zur Jugendgruppe der Ortsgruppe ernannt wurde.Diese Skizunft stand mitten in einer stürmischen Entwicklung. Dies zeigt sich in den Arbeiten zum Bau der 1952 eingeweihten „Eugen-Handel-Gedächtnis“ –Sprung-schanze, in den 1950 wieder aufgenommenen Skisportwochen im Gebirge, in de sommerlichen Hochgebirgstouren seit 1951, in der 1969 gegründeten Skischule und in der herbstlichen Skibörse – alles Veranstaltungen, die bis zum heutigen Tag florieren und ein riesiges ehrenamtliches Engagement in Organisation, Logistik, Übernahme persönlicher Verantwortung, große Sachkunde und beste sportliche Kondition voraussetzen. Zu der Skizunft im Besonderen wird auf die entsprechenden Seiten verwiesen.
 
1969 ging die 14- jährige „Ära Erich Knecht“ zu Ende. Lange bildete er zusammen mit seinem Bruder Walter Knecht ein Führungstandem, in dem sich Ortsgruppe und Skizunft bestens ergänzten.
 
1969 – 1980
Seit 1969 engagiert sich die Ortsgruppe unter großer Beteiligung auch der Skizunftmitglieder zunächst beim Bau und seit der Inbetriebnahme bei der Betreuung des SAV- Wanderheims Burg Derneck. Durch Vorstand Dieter Vogel (1974 bis 1980) kommt es erstmals zu mehrtägigen Familienwanderfahrten ins Gebirge und zur Feier der bis heute alljährlich durchgeführten Waldweihnacht. Dieter Vogel bringt auch (1974) den Familienabend als eine seit den zwanziger Jahren bestehende Traditionsveranstaltung in die neu erbaute Stadthalle und verschafft diesem Fest damit auch den festlichen Rahmen. Dieter Vogel sorgt auch für die bessere Verwurzelung der Ortsgruppe in den Stadtteilen Neuhausen und Glems sowie in der Gemeinde Riederich.
 
1980 – 1985
Nach dem berufsbedingten Rücktritt Dieter Vogels übernimmt im Jahr 1980 mit Winfried Wagner der mit 31 Jahren jüngste Vorstand der Vereinsgeschichte das Regiment. Er führt die Seniorenwanderungen ein und gründet wieder eine Jugendgruppe, die unter seiner Leitung rasch sehr attraktiv und aktiv wird. Dank Naturschutzwart Ado Kern engagiert sich der Verein in diesen Jahren in Biotopflegemaßnahmen und wird mehrfach im Kreiswettbewerb „Wir schützen unsere Umwelt“ ausgezeichnet.
 
1985 – 1990
Von 1985 bis 1998 leitet Dr. Dieter Feucht den Verein. Das durch Alfred Hauber ins Leben gerufene Fahrten- und Wanderliedersingen in der Metzinger Festkelter wird dank den „Singenden Wanderern“ aus Mittelstadt mit Erich Stückle als Moderator und musikalischem Leiter, gastronomisch betreut von einer großen Einsatzgruppe des Vereins unter der Leitung Hildegard Feuchts ein Renner, der auch nach dem Rückzug der Mittelstädter und des Ehepaars Feucht (seither mit Dr. Christiane Hauber) in der Erfolgsspur bleibt. Unter Dr. Feucht kommt es zur ersten Satzung für die Ortsgruppe, die den Hauptverein nach mehreren Anläufen auch für die Einführung eines Familienbeitrags gewinnen kann. Die Mitgliederzahl übersteigt im Jubiläumsjahr 1989 die Tausendergrenze. Der 100. Geburtstag des Vereins wird gebührend gefeiert – mit einer umfangreichen, reich illustrierten Festschrift, mit einem glanzvollen Familienabend und mit der Ausrichtung der Gauversammlung. Auch die Skizunft kann  - 1973 und 1998 – das 50. und 75. Jahr ihres Bestehens festlich begehen.
 
1990 – 1998
Die Jugendgruppe floriert, bis ihre Aktivitäten im Lauf des Jahres 1994 einschlafen; 1996 wird sie unter Hinweis auf die Jugendarbeit der Skizunft förmlich aufgelöst. Der Albverein beteiligt sich zusammen mit der Skizunft seit 1986 bis 2003 am Sommerferienprogramm der Stadt Metzingen, meist mit einem Angebot „Wandern und Klettern“(am Wiesfels).
 
Seit 1990 organisiert und leitet Dr. Feucht zusammen mit seiner Frau für die Ortsgruppe und den Ermsgau regelmäßig ausgebuchte Bergtourenwochen in den Dolomiten (letztmals 2002). Im Jahr 1998 ist die Ortsgruppe Metzingen Ausrichter des Albvereinsfests mit Hauptversammlung in Metzingen.
 
1998 – 2008
Im Herbst 1998 übernimmt Peter Oelhafen die Führung des Vereins. Unter seiner Vorstandschaft kommt es zu vermehrten Angeboten für Familien, auch in Freizeiten in den französischen Alpen. Die Skizunft muss wegen des Schneemangels auf der Alb ihre Skischule ins Allgäu verlegen; die sportlichen Angebote der Skizunft werden um die Gründung einer Mountainbike- Gruppe erweitert. Der Familienabend hat als lebensfähige Veranstaltung – wie auch in den meisten anderen Vereinen – ausgedient. Die zunehmende Individualisierung und die immer größeren Freizeitangebote hatten zuerst das Interesse der Jugend, später auch der älteren Jahrgänge abschmelzen lassen, so dass sich das hohe finanzielle und ehrenamtlich zu erbringende Engagement des Vereins nicht mehr rechneten. Auch die geselligen Veranstaltungen der Skizunft, ob Schanzenfest, Wintereröffnung und Winterabschlussfeier, ob Zunftabende, finden nicht mehr den dankbaren großen Besucherkreis wie in früheren Jahren. Dafür sind die Seniorenwanderfahrten  - und meist auch noch die allmonatlich angebotenen Wanderfahrten  - regelmäßig ausgebucht, und seit einigen Jahren wirken überaus erfolgreich nachmittags die Senioren, abends die Skizunft als eintägige Gastgeber beim herbstlichen Metzinger Kelternfest mit. Dem Wanderwegenetz (Ausbau und Wegebezeichnung) widmet sich die Ortsgruppe seit über 100 Jahren. Sie hat das Glück, immer wieder qualifizierte, interessierte Mitglieder zu finden, die das wichtige Amt des Wegwarts übernehmen. Bis jetzt verfügt die Ortsgruppe auch immer noch über eine gerade noch ausreichende Anzahl an Wanderführern. Allerdings nimmt die Überalterung zu, da sich in den letzten zehn Jahren kaum noch jüngere Mitglieder für die Übernahme dieser wichtigen Aufgaben bereit gefunden haben.
 
2008
Dagegen ist es gelungen, im Jahr 2008 mit Dietmar Bez einen Nachfolger für das Vorstandsamt und mit Hans Bader einen ersten stellvertretenden Vorsitzenden zu gewinnen, so dass (zusammen mit dem zweiten stv. Vorsitzenden Alfred Hauber) die Vereinsspitze wieder komplett ist.
Metzingen, 14.07.2008 (gez.) Dr. Dieter Feucht